Das iSDG-Modell

Das Integrated Sustainable Development Goals (iSDG) Modell

Das iSDG Modell des Millenium Institute dient der Simulation und Analyse von Szenarien zur Entwicklung der nachhaltigen Entwicklungsziele / Sustainable Development Goals (SDGs). Das Modell und seine Eigenschaften werden im einer Handreichung in vereinfachter Weise erläutert. Für eine detaillierte Beschreibung siehe https://isdgdoc.millennium-institute.org/en/docs/0101-introduction.

Theoretische Grundlagen

Das Modell basiert auf den Grundlagen der Systemtheorie. Die Modellstruktur besteht aus Beständen („Stocks“), die von sogenannten Flüssen („Flows“) positiv oder negativ beeinflusst werden. Ein zentraler Bestand wäre beispielsweise die Bevölkerung, die durch die Zu- und Abflüsse von Geburten, Sterbefälle und Migration beeinflusst wird. Diese Struktur bewirkt Verzögerungseffekte, wodurch beispielsweise die Implementierung einer politischen Maßnahme erst nach einigen Jahren Wirkung entfalten kann.

Das weiteren ist die Modellstruktur geprägt von Feedback Schleifen („feedback loops“), die das Modellverhalten entscheidend beeinflussen (hier sind unterschiedliche Arten von Loops in der Handreichung dargestellt). Das Ziel solcher systemdynamischen Modelle ist es, dass Systemverhalten über die Zeit darzustellen. Daher wird angestrebt die Entwicklung von Zielvariablen (z.B. Bevölkerung, BIP, Lebenserwartung, …) in Bezug zu anderen Variablen im Modell zu setzen ohne exogene Annahmen zu treffen.

Schematische Darstellung der 30 Sektoren des iSDG Modells (ökologische Sektoren in grün, soziale Sektoren in rot, ökonomische Sektoren in blau)

Im Rahmen dieses Projektes werden die partizipatorisch erarbeiteten Variablen (in Workshop 1 – Was ist das Problem? definiert, und gegebenfalls mit durch neue Erkenntnisse aus weiteren Workshops erweitert) mit dem bestehenden Modell abgeglichen und in das Modell eingepflegt. Im Workshop 4 – Was empfehlen wir? werden die Erkenntnisse der Stakeholder den Erkenntnissen aus dem Modell gegenübergestellt. Daraus können mögliche Maßnahmen formuliert werden und Hebelpunkte identifiziert werden.

Weiter Literaturhinweise:

Allen, C., Metternicht, G., Wiedmann, T., & Pedercini, M. (2019). Greater gains for Australia by tackling all SDGs but the last steps will be the most challenging. Nature Sustainability, 2(11), 1041–1050. https://doi.org/10.1038/s41893-019-0409-9

Allen, C., Metternicht, G., Wiedmann, T., & Pedercini, M. (2021). Modelling national transformations to achieve the SDGs within planetary boundaries in small island developing states. Global Sustainability, 4, e15. Cambridge Core. https://doi.org/10.1017/sus.2021.13

Allen, C., Oldfield, P., Teh, S. H., Wiedmann, T., Langdon, S., Yu, M., & Yang, J. (2022). Modelling ambitious climate mitigation pathways for Australia’s built environment. Sustainable Cities and Society, 77, 103554. https://doi.org/10.1016/j.scs.2021.103554

Pedercini, M., Zuellich, G., Dianati, K., & Arquitt, S. (2018). Toward achieving Sustainable Development Goals in Ivory Coast: Simulating pathways to sustainable development. Sustainable Development, 26(6), 588–595. https://doi.org/10.1002/sd.1721

Spittler, N., & Kirchner, M. (2022). iSDG_KlimAT: Ein SDG Modell für Österreich— Erfassung der Wechselwirkungen zwischen SDG13 & anderen SDGs zur Simulation von Entwicklungspfaden & Kosten. (Endbericht StartClim2021: Handeln und Aktivieren, Auftraggeber: BMK, BMWFW, Klima- und Energiefonds, Land Oberösterreich.).  Link


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